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Das ORF-Gesetz ändern oder es wird geentert!

Die - mit Stand von Anfang Mai 2012 - zirka 129.000 Fans des vom ORF betriebenen, österreichischen Radiosenders  FM4 können in der Information über die FM4-Facebookseite seit kurzem folgendes lesen: "Betrieben wird diese Facebookseite von Fans des Radiosenders FM4, der laut Bescheid der Medienbehörde keine eigene Facebook-Präsenz betreiben darf."

Der ORF legt auf Anraten seiner Rechtsabteilung kontinuierlich die Social-Media-Plattformen lahm. Er folgt damit einer Feststellung der Medienbehörde KommAustria und des Bundeskommunikationssenats (BKS), die zu dem Schluss gekommen waren, dass die Facebook-Aktivitäten des ORF nicht mit dem ORF-Gesetz im Einklang sind.

Ich meine, dass der frühere ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz, der einst vom "Scheiß-Internet" gesprochen hat, von den Mitgliedern des Bundeskommunikationssenats irgendwie falsch verstanden worden ist.

Es steht fest, dass diese Entscheidung auf der Basis des geltenden ORF-Gesetzes getroffen worden ist. Die Konsequenz daraus kann nur sein, dass das ORF-Gesetz schleunigst zu ändern ist, weil es in dieser Hinsicht der Kommunikationsrealität des 21. Jahrhunderts schlicht und einfach nicht entspricht.

Das geltende Gesetz "beschränkt die Öffentlich-Rechtlichen in einer crossmedialen Welt auf einen konventionellen Medienstrom", so Viktor
Mayer-Schönberger, Autor der vom ORF in Auftrag gegebene Studie über "Die Rolle öffentlich-rechtlicher Medien im Internet". "Das ist, als würde man diesen Medien in Zeiten des Farbfernsehens vorschreiben, nur in schwarz-weiß zu senden" (Futurezone.ORF.at)
.

Als österreichischer Staatsbürger schätze ich die Qualität und die Standards der Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Radios und Fernsehens in diesem Land außerordentlich. Dass es den MitarbeiterInnen des ORF untersagt sein soll, für den ORF soziale Medien zu nutzen, empfinde ich vor diesem Hintergrund in letzter Konsequenz als eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, betreffend die Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weiteren verfügbaren Übertragungsmitteln.

Dass der ORF mit seinem Content nicht auf FACEBOOK vertreten sein soll, der Supermarkt, bei dem ich die Empfangsgeräte für die Programme des ORF kaufen kann, aber selbstverständlich Marketing auf FACEBOOK betreibt, ist höchst widersprüchlich und nicht nachvollziehbar.

Don´t be afraid, Bundeskommunikationssenat, it´s only FM4!

Und, liebe Medienexperten der etablierten Parteien: Das ist ein Thema, mit dem ihr euch zu beschäftigen habt: Das ORF-Gesetz gehört geändert oder es wird geentert werden, sprich: der politischen Piraterie anheimfallen!

6.5.12 07:26

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